Die aktuellen Arbeiten entstehen aus einer Verdichtung früherer Bildsysteme. Motivische Fragmente, Zeichen und räumliche Setzungen werden nicht mehr entwickelt, sondern in neue Beziehungen gebracht. Die Bilder bewegen sich zwischen Konstruktion und Auflösung, zwischen erzählerischer Andeutung und offener Struktur.
Literatur, Wissenschaft, Architektur, Musik, Landschaft und persönliche Erfahrung begegnen sich dabei nicht als voneinander getrennte Themen, sondern als gleichwertige Ebenen innerhalb eines gemeinsamen Bildraums. Aus ihren Überlagerungen entstehen offene, vielschichtige Bildsysteme, deren Bedeutung bewusst in Bewegung bleibt.
Im Zentrum steht nicht das einzelne Motiv, sondern das Verhältnis der Elemente zueinander. Ökonomische, metaphysische und persönliche Räume durchdringen sich, ohne sich zu einer eindeutigen Erzählung zu verdichten. Die Arbeiten verstehen das Bild als offenes System – als einen Ort, an dem unterschiedliche Wirklichkeiten gleichzeitig existieren können.
Innerhalb der Werkgruppe treten verschiedene energetische Zustände hervor: konflikthafte Verdichtung steht neben transformativ aufgeladenen Farbräumen und offenen, fließenden Übergängen. Zwischen Erdung und Transzendenz, Widerstand und Leichtigkeit entsteht ein Spannungsfeld, das weniger eine lineare Entwicklung als einen fortwährenden Prozess beschreibt.
Die hier gezeigten Arbeiten bilden eine Auswahl aus den Werkgruppen der letzten Jahre. Ein erweitertes Portfolio mit weiteren Werkserien ist auf Anfrage erhältlich.

Meine Malerei entsteht im Spannungsfeld zwischen Vorlage und Eigenständigkeit. Fotografische oder reale Referenzen werden im Prozess aufgelöst und in autonome Bildstrukturen überführt, in denen Material, Farbe und Verdichtung die Bedeutung tragen.
Als prozessbasierte Praxis bewegt sich meine Arbeit zwischen autonomer Malerei und ihrer Funktion als Übersetzung im sozialen Kontext – zwischen Vermittlung, Produktion und Autorschaft.
