Malerei als offenes System zwischen Konstruktion und Auflösung.
Zeitgenössische Malerei, die aus der Spannung zwischen fotografischer Vorlage und malerischer Setzung entsteht. Im Zentrum steht nicht die Abbildung, sondern die Entwicklung eines eigenständigen Bildraums – mit Tiefe, Atmosphäre und physischer Präsenz.
Meine Arbeiten entwickeln sich im Prozess: von der ersten Setzung bis zur Verdichtung der Form. Die Malerei arbeitet mit Schichtung, Verdichtung und bewusster Reduktion.
Farbe, Oberfläche und Struktur sind dabei keine Mittel zum Zweck, sondern konstitutive Elemente des Bildes. So entstehen Werke, die über das Motiv hinausgehen und als eigenständige Position innerhalb der zeitgenössischen Malerei bestehen.
Die hier gezeigten Arbeiten sind eine Auswahl von Werken der letzten Jahre.
Ein erweitertes Portfolio mit weiteren Werkgruppen sende ich auf Anfrage.

Die aktuellen Arbeiten entstehen aus einer Verdichtung früherer Bildsysteme. Motivische Fragmente, Zeichen und räumliche Setzungen werden nicht mehr entwickelt, sondern gegeneinander gesetzt. Die Bilder bewegen sich zwischen Konstruktion und Auflösung.
Ökonomische, metaphysische und persönliche Bildräume überlagern sich, ohne in eine feste Bedeutung überzugehen. Im Zentrum steht nicht das einzelne Motiv, sondern das Verhältnis der Elemente zueinander – als offenes System.
Innerhalb dieser neuen Werkgruppe zeichnen sich unterschiedliche energetische Zustände ab:
Schwere, konflikthafte Verdichtung, wie in Sternstunden der Menschheit, steht neben transformativ aufgeladenen, farbintensiven Bildräumen, wie in Die Quelle, und offenen, fließenden Übergangszonen, wie sie Der Hafen formuliert.
So entsteht kein linearer Werkzusammenhang, sondern ein Spannungsfeld – zwischen Erdung und Auflösung, zwischen Widerstand und Transzendenz.
Die Arbeiten verstehen sich nicht als abgeschlossene Werke, sondern als Zustände innerhalb eines sich verschiebenden Systems.
Meine Malerei entsteht im Spannungsfeld zwischen Vorlage und Eigenständigkeit. Fotografische oder reale Referenzen werden im Prozess aufgelöst und in autonome Bildstrukturen überführt, in denen Material, Farbe und Verdichtung die Bedeutung tragen.
Als prozessbasierte Praxis bewegt sich meine Arbeit zwischen autonomer Malerei und ihrer Funktion als Übersetzung im sozialen Kontext – zwischen Vermittlung, Produktion und Autorschaft.
